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Ostermontag 2005, Tag der Entscheidung: im Spiel gegen Tennis-Borussia hatten die Braulweilerinnen
die große Chance, mit einem Sieg praktisch die Entscheidung um den Aufstieg in die Bundesliga zu entscheiden. Berlin
brauchte hingegen in diesem Nachholspiel vor 150 Zuschauern unbedingt den Sieg.
Das Match begann mit einem Paukenschlag: nach ausgeglichenem Start konnten sich die Berliner sehenswert
über die linke Seite durchtanken, Kerstin Straka stocherte den Ball zum 0:1 ins Tor. Die Gastgeberinnen schienen kurz geschockt,
doch fingen sich dann doch sehr schnell. Allerdings endeten die meisten Sturmversuche im Abseits - bis zur 19. Minute. Aus
zirka achtzehn Metern zimmerte Anja Koser den Ball volley zum Ausgleich in den Winkel - dieses Tor war allein das Eintrittgeld wert.
Bereits vier Minuten später zappelte der Ball schon wieder im Berliner Tor, als Mariana Ciorba die Gäste-Abwehr
sehr alt aussehen ließ und nur noch das Spielgerät an der Torfrau vorbei schieben musste.
Dieser Doppelschlag zeigte Wirkung: Berlin brauchte gut zehn Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen und wieder etwas mehr
Druck aufzubauen. Doch Zählbares oder Nennenswertes gab es bis zum Ende der ersten Hälfte nicht zu vermelden. Brauweiler spielte
ordentlich, Berlin tat zu wenig, um bei einem Tabellenersten zu gewinnen.
Die zweite Hälfte erstaunte mich doch sehr. Das Spiel fand zwar im Wesentlichen auf ein Tor statt,
dies war allerdings das Gehäse der Gäste. Erst in den letzen fünf Minuten bliesen die Hauptstädter zur Schlussoffensive. So war
der Brauweiler Sieg relativ ungefährdet, auch wenn Straka immer wieder ihr Können andeuten
konnte. Die Berliner gewannen lediglich die Schimpfwort-Wertung: Nicht nur eine Spielerin, die den Linienrichter
als "Bläser" bezeichnete und dafür eine Runde frühzeitiges Duschen in Form eines Feldverweises
gewann, sondern auch von den Offiziellen in der Coaching-Zone konnte man unverständlicherweise Worte
hören, die man Kindern in einer Vormittags-Veranstaltung nicht zumuten sollte.





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